Reifenlexikon

Felgenhorn

Seitliche Begrenzung der Felge (gebogener Auslauf)


Felgenmaß

Die Größe der Felge wird in den meisten Fällen wie folgt beschrieben, z.B.: 8J x 18 Zoll ET 35, 5x112, 66,6; bedeutet: Die Felge ist 8 Zoll breit, hat einen Außendurchmesser von 18 Zoll, eine Einpresstiefe von 35 mm, fünf Löcher im (erdachten kreisförmigen) Durchmesser von 112 mm und eine Mittenlochbohrung von 66,6 mm.


Felgenbreite/Maulweite

Wird zwischen den Felgenhörnern gemessen


Felgendurchmesser

Außendurchmesser der Felge in Zoll (entspricht dem Innendurchmesser des passenden Reifens)


Felgenkontur

Bezeichnet die Felgen-Bauart


Felgenschultern

Sichern zusammen mit den Felgenhörnern den Sitz des Reifens auf der Felge


Einpresstiefe

Sie gibt in Millimetern den Abstand zischen Felgenmitte und der Fläche an der das Rad geschraubt wird, an. Umso kleiner die Einpresstiefe ist, umso weiter kommt das Rad aus dem Radkasten und umso größer der Wert ist, umso weiter rückt das Rad in das Radhaus. Mittels Spurplatten (auch Distanzscheibenscheiben genannt) kann der Wert der Einpresstiefe verkleinert werden und das Rad kommt weiter aus dem Radkasten raus. Auch negative Einpresstiefen sind möglich.


Lochzahl (LZ)

Anzahl der Löcher in der Felge zur Befestigung (mittels Radschrauben oder Radbolzen/-Muttern)


Lochkreis

Der Abstand zwischen den Löchern für die Radschrauben (in erdachter Kreisform)


Mehrteilige Felgen

Felgen die aus mehr als einem Stück bestehen. Üblich sind zweiteilige (bestehend aus Felgentragstern und hinterem Schüsselhorn) und dreiteilige Felgen (bestehend aus Innenring, Außenring und Stern).


Gutachten

Vom TÜV angefertigtes Zertifikat über die Festigkeit der Felge und der Kompatiblität zu Fahrzeugen; wird oft im Zusammenhang mit Sonder-/Zubehör-Rädern und deren Eintragung benötigt


Felgenschloss

Radschraube mit speziellem Kopf zur Diebstahlsicherung.


Reifendruckkontrollsystem (atkiv)

Wird auch RDK, RDKS, RDC (BMW) oder TPMS (Amerika) genannt. Gemeint sind am Ventil verbaute Sensoren, die per Funk den Reifendruck an das Fahrzeug übermitteln.


Reifendruckkontrollsystem (passiv)

Weitere Möglichkeit zur Messung des Reifendrucks. Diese Methode ermittelt den ungefähren Reifendruck über den Abrollumfang des Rades mittels des ABS-Sensors.


Mittenlochbohrung

Bohrung in der Mitte der Felge, durch die die Radnabe gesteckt wird.


Zentrierring

Diese Ringe aus Metall oder Kunststoff kommen zum Einsatz, wenn die Mittenlochbohrung der Felge größer als die Radnabe ist. Damit wird eine genaue Zentrierung des Rades gewährleistet.


Radschraube und Radmutter

Mit Radschrauben oder Radmuttern wird die Felge am Fahrzeug befestigt. Es gibt Kegel- und Kugelbundschrauben- und Muttern. Außerdem haben die Gewinde verschiedene Stärken (z.B. M12 oder M14), verschiedene Längen und Steigungen, z.B. Radschraube M14 x 1,5 x 28 mm Kugelbund SW 17: M14 kennzeichnet den Durchmesser (14 mm), 1,5 ist die Steigung und 28 mm die Länge des Gewindes, die Schraube verfügt über einen Kugelbundschaft und eine Schlüsselweite von 17 mm (also werden eine 17 mm-Nuss bzw- ein 17-mm-Schlüssel benötigt).


Alu-Grußräder

Die meisten auf dem Markt erhältlichen Felgen sind Alu-Gußräder aus einem Stück (nicht mehrteilig).


Schmiedefelgen

Diese Felgen sind im Gegensatz zu Gußrädern wesentlich leichter und verfügen über eine höhere Festigkeit. Oft sind diese Felgen nur für Sportwagen erhältlich, wo ein geringes Gewicht eine wichtige Rolle spielt (es wird weniger Kraft von der Bremse benötigt, um das Rad und somit das Fahrzeug zu verlangsamen).


Magnesiumfelgen

Diese Felgen sind mit einer speziellen Magnesium-Legierung versehen und bieten ähnliche Eigenschaften wie die Schmiedefelgen.


Radnabendeckel

Damit sind die Abdeckungen des Nabenlochs in der Felge gemeint. Sie werden auch Felgendeckel oder Nabendeckel genannt.


Zoll

Die meisten Angaben für die Felgen werden in Zoll angegeben. 1 Zoll entspricht 25,4 Millimetern; 1 Millimeter entspricht 0,03937 Zoll


Felgenbett

Tiefster Punkt der Innenseite der Felge. Als Tiefbettfelge werden oft Felgen bezeichnet, die einen großen Abstand von der Außenkante zur Speiche haben.

Geschwindigkeitsindex Geschwindigkeit in km/h
L 120
M 130
N 140
P 150
Q 160
R 170
S 180
T 190
U 200
H 210
V 240
VR 210
W 270
ZR 240
Y 300
(Y) über 300

Reifenbezeichnung

Z.B. 225/40 (Gesamtbreite an der breitesten Stelle 225 mm/Höhe der Reifenflanke: 40% der Reifenbreite) R18 (Radial-Reifen für 18 Zoll Felgendurchmesser) 92Y (Traglast 630 kg und 300 km/h Maximalgeschwindigkeit). Reifen mit besonders niedriger Reifenflanke werden auch umgangssprachlich als Niederquerschnittsreifen bezeichnet.

RE

Dieser Reifen wurde runderneuert

Reifen mit Notlaufeigenschaften

Für Reifen mit Notlaufeigenschaften gibt es folgende Bezeichnungen: AOE, CSR, DSST, RFT, EMT, ROF, SSR, RSI, HSR, MOE, RF, ZP, ZPS und SST

E, e

Reifen mit Europa-/ECE-Zulassung; Reifen ohne E-Kennung dürfen innerhalb der EU nicht verbaut werden

N0 bis N6

Kennzeichnung für Porsche-Reifen (oft auch beim Audi R8)

Optimierte Reifen

Audi (A, AO), Audi Quattro (R01), BMW (*), BMW M3 (M3), Mercedes-Benz (MO), Jaguar (J), Alfa Romeo (AR), Ford (F), Opel (G), Land Rover (LR, LRO), Maserati (MGT), Lotus (LTS)

M+S

Kennzeichnung für Winterreifen (Matsch und Schnee); es handelt sich nicht um eine geschützte Kennzeichnung, daher kann die Kennzeichnung auch auf nicht wintertauglichen Reifen angebracht werden

M+S-Schneeflockensymbol

Im Gegensatz zum Schriftzug M+S ist das Symbol geschützt und darf nur auf Winterreifen angebracht werden

Reifen mit Felgenschutz (Gummilippe)

MFS, FSL, FR, ML. FP und RPB

DOT

Reifenalter, z.B. 0516 (Kalenderwoche 5 aus dem Jahr 2016)

R

Radial-Reifen

Reifen mit erhöhter Traglast

RF, EL, EXTRA LOAD und XL

 

Abrollumfang 

Die von einem beliebigen Punkt der Lauffläche zurückgelegte Strecke bei einer Radumdrehung. Der Abrollumfang ist abhängig vom Reifendurchmesser und hat Einfluss auf die Getriebeübersetzung sowie dem Tachometer.


C-Decke / C-Reifen

Reifen für Transporter, LLKW und Van´s mit speziell verstärkter Karkasse.


ContiSeal Reifen

Dieser Reifen kann sich im übertragenen Sinne selbst reparieren. Wenn bspw. ein Fremdkörper in diese Art von Reifen eindringt (bis zu 5 mm Durchmesser), umschließt eine selbsthaftende viskose Schicht die beschädigte Stelle umgehend und verhindert somit einen Luftdruckverlust.


Flankenhöhe / Reifenquerschnitt / Querschnittsverhältnis

Die Flankenhöhe steht für das prozentuale Verhältnis zur Reifenbreite. Das bedeutet, dass z.B. bei einer Reifengröße von 225/40 R18 der Wert 40 (40 % der Reifenbreite) die Höhe des Reifens angibt. Ab einem Wert kleiner als 55 spricht man von Breitreifen.


Ganzjahresreifen

Ausgewogene Eigenschaften für sommerliche und winterliche Verhältnisse.


Karkasse

Ist der wesentliche Bestandteil des tragenden Reifenunterbaus verleiht dem Reifen die entsprechende Festigkeit und sorgt für Zusammenhalt. Besteht zumeist aus Kunstfasern.


Laufleistung

Die Nutzdauer eines Reifens hängt vom Fahrzeug, der jeweiligen Fahrweise, der Antriebsart und den Umweltfaktoren ab. Grundsätzlich gilt: Die vorgegebene, gesetzliche Restprofiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern.


Laufrichtung

Reifen die laufrichtungsgebundenen sind, werden in der durch einen Pfeil gekennzeichneten Laufrichtung montiert. Sie bieten folgende Vorteile: Optimierte Geräuschentwicklung und Traktion bei Nässe sowie höhere Sicherheit gegen Aquaplaning. Insbesondere werden Winterreifen immer öfter als laufrichtungsgebundene Reifen entwickelt und konzipiert.


Mindestprofiltiefe

Es gilt europaweit für PKW, LKW und Motorräder eine einheitliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Dieses Maß muss über die ganze Reifenfläche eingehalten werden. Je mehr der Reifen an Profiltiefe abnimmt, desto schlechter werden alle Eigenschaften (z.B. Erhöhung Aquaplaninggefahr und längerer Bremsweg). Ein Nutzen des Reifens bis 1,6 mm wird allgemein nicht empfohlen. Die empfohlenen Grenzen liegen für Sommerreifen bei 2 mm und für Winterreifen bei 4 mm Profiltiefe.


Mischbereifung

Bedeutet eine Montage von unterschiedlichen Fabrikaten, Neu- und Gebrauchtreifen oder einer Kombination von Sommer- und Winterreifen. Dies kann im Extremfall zu unkontrollierbaren Fahreigenschaften führen. Eine Montage unterschiedlicher Reifengrößen an einer Achse ist nur im Pannenfall zugelassen (z.B. mit Ersatz- oder Notrad).


Notrad

Ein spezielles Rad, dass zur Nutzung nach einer Reifenpanne gedacht ist, Die Nutzung ist i.d.R. nur dafür vorgesehen, die nächste Werkstatt zu erreichen oder das Fahrzeug in eine sichere Umgebung, z.B. das Verlassen der Autobahn, zu manövrieren. Aus diesem Grund ist meist nur eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h zugelassen.


Profil

Die aus Profil-Negativen (Rillen) und Profil-Positiven (Profilblöcken) bestehende Lauffläche dient zum Ablauf von Wasser oder Schneematsch - auf trockenem Untergrund würde ein profilloser Slick optimale Haftung bieten.


Reifenlabel

Das sogenannte Reifenlabel ist eine Kennzeichnung der Hersteller für Kraftfahrzeugreifen. Diese Kennzeichnungspflicht für Reifen gilt seit dem 1. November 2012. Auf dem Label sind Informationen zum Kraftstoffverbrauch, der Nasshaftung und der Geräuschklassifizierung des Produktes angegeben. Das Reifenlabel wird eine Klassifizierung beginnend mit der besten (grüne Kategorie „A“) bis zur schlechtesten Leistung (rote Kategorie „G“) verwendet. Diese Labels finden sich ebenfalls auf vielen elektronischen Geräten.


Reifenschäden

Neben dem normalen Verschleiß und Alter sind alle Reifenschäden auf unsachgemäßen Umgang mit den Reifen zurückzuführen. Die Ursache der häufigsten Defekte: Zu wenig Luftdruck, falsches Lagern der Reifen, Beschädigung durch Bordsteinkanten o.ä., Beschädigung durch Fremdkörper, Beschädigung durch Hochdruckreiniger, Beschädigung durch Öl und Kraftstoff, Montagefehler.


Reinforced-Reifen (RF/XL)

Verstärkte PKW Reifen. z.B. Van oder Kleintransporter.


Rollwiderstand

Durch die Verformung des Reifens entsteht ein Rollwiderstand. Ziel der Reifenhersteller ist es, einen möglichst geringen Rollwiderstand und somit einen geringeren Kraftstoffverbrauch zu erreichen.


Runflat

Reifen mit Notlauf-Eigenschaften. Die maximale Distanz von 80 km und die maximale Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h dürfen im Pannenfall nicht überschritten werden.


Sommerreifen

Dieser Reifen ist für trockene Straßenverhältnisse, hohe Temperaturen, hohe bis sehr hohe Geschwindigkeiten mit entsprechenden Temperaturbelastungen sowie feuchte und nasse Fahrbahnen geeignet.


Winterreifen

Dieser Reifen weist ein spezielles Profil mit Lamellen und einer größeren Zahl von Negativ-Blöcken auf. Dies sorgt für eine gute Bodenhaftung. Winterreifen haben spezielle Kautschukmischungen, damit die Lauffläche nicht bei kalten Temperaturen verhärtet.

Tragfähigkeitsindex Kg pro Reifen
66 300
67 307
68 315
69 325
70 335
71 345
72 355
73 365
74 375
75 387
76 400
77 412
78 425
79 437
80 450
81 462
82 475
83 487
84 500
85 515
86 530
87 545
88 560
89 580
90 600
91 615
92 630
93 650
94 670
95 690
96 710
97 730
98 750
99 775
100 800
101 825
102 850
103 875
104 900
105 925
106 950
107 975
108 1000
109 1030
110 1060
111 1090
112 1120
          
Tragfähigkeitsindex Kg pro Reifen
113 1150
114 1180
115 1215
116 1250
117 1285
118 1320
119 1360
120 1400
121 1450
122 1500
123 1550
124 1600
125 1650
126 1700
127 1750
128 1800
129 1850
130 1900
131 1950
132 2000
133 2060
134 2120
135 2180
136 2240
137 2300
138 2360
139 2430
140 2500
141 2575
142 2650
143 2725
144 2800
145 2900
146 3000
147 3075
148 3150
149 3250
150 3350
151 3450
152 3550
153 3650
154 3750
155 3875
156 4000
157 4125
158 4250
159 4375